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Finanzkennzahlen der Gemeinde
Jahr Selbstfinanzierungs-
grad in %
Selbstfinanzierungs-
anteil in %
Zinsbelastungs-
anteil in %
Kapitaldienst-
anteil in %
Verschuldungs-
grad in %
Nettoschuld
pro Einwohner in Fr.
2017 19.10% 7.30% -0.60% 4.30% 113.30% -38.00
2016 45.20% 11.10% -0.70% 3.40% 64.80% -1'231.00
2015 139.00% 17.00% 0.80% 10.00% 43.82% -394.15
2014 162.00% 13.00% 0.70% 9.00% 42.21% -347.60

Selbstfinanzierungsgrad:Der Selbstfinanzierungsgrad gibt Antwort auf die Frage, wie weit die Investitionen aus selbst erarbeiteten Mitteln bezahlt werden können. Beim Selbstfinanzierungsgrad wird die Selbstfinanzierung mit den Nettoinvestitionen verglichen. Im Vergleich über mehrere Jahre zeigt der Selbstfinanzierungsgrad auf, ob und wie Investitionen finanziell verkraftet werden. Ein Selbstfinanzierungsgrad von unter 100% führt zu einer Neuverschuldung, ein Selbstfinanzierungsgrad über 100% zu einem Abbau von Schulden.
Der Selbstfinanzierungsgrad sollte im Durchschnitt von fünf Jahren mindestens 80% erreichen, wenn die Nettoschuld pro Einwohner mehr als das kantonale Mittel beträgt.
Selbstfinanzierungsanteil:Die Kennzahl zeigt, welcher Anteil des gesamten Ertrages geldwirksam für die Finanzierung von Investitionen und / oder zur Rückzahlung von Darlehen verwendet werden kann. Beim Selbstfinanzierungsanteil wird die Selbst-finanzierung in Prozenten des konsolidierten laufenden Ertrages ermittelt. Damit wird der finanzielle Spielraum beschrieben. Werte unter 10% weisen auf eine schwache Investitionskraft hin, solche über 20% gelten als erstrebenswert.
Der Selbstfinanzierungsanteil sollte sich auf mindestens 10% belaufen, wenn die Nettoschuld pro Einwohner mehr als das kantonale Mittel beträgt.
Zinsbelastungsanteil:Die Kennzahl drückt aus, welcher Anteil des gesamten Ertrages zur Begleichung der Nettozinsen verwendet wird. Der Zinsbelastungsanteil I zeigt den Nettozins-aufwand in Prozenten des konsolidierten laufenden Ertrages. Falls der Zinsbelastungsanteil stabil bleibt, kann die Neuverschuldung - konstante Zinssätze vorausgesetzt - im gleichen Verhältnis wie die Erträge steigen. Je höher der Anteil der Zinszahlungen an den Einnahmen ist, desto weniger Mittel stehen zur Finanzierung anderer Bedürfnisse zur Verfügung. Ein hoher Zinsbelastungsanteil weist auf eine hohe Verschuldung hin.
Der Zinsbelastungsanteil I sollte 4% nicht übersteigen.
Kapitaldienstanteil:Die Kennzahl drückt aus, welcher Anteil des gesamten Ertrages für Zinsen und Abschreibungen verwendet wird. Beim Kapitaldienstanteil werden Nettozinsaufwand und ordentliche Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen in ein Verhältnis zum konsolidierten laufenden Ertrag gesetzt. Ein hoher Kapitaldienstanteil weist auf eine hohe Verschuldung und / oder auf hohe Abschreibungen hin.
Der Kapitaldienstanteil sollte 8% nicht übersteigen.
Verschuldungsgrad:Die Kennzahl zeigt das Verhältnis der Nettoschuld zum Ertrag der Gemeindesteuern zuzüglich Ressourcen- und Lastenausgleich beziehungsweise abzüglich horizontaler Finanzausgleich. Beim Verschuldungsgrad wird die Nettoschuld (Fremdkapital abzüglich Finanzvermögen) und der laufende Ertrag der Gemeindesteuern (inkl. Ressourcen- und Lastenausgleich bzw. abzüglich horizontaler Finanzausgleich) verglichen.
Der Verschuldungsgrad sollte 120% nicht übersteigen.
Nettoschuld pro Einwohner:Die Kennzahl zeigt die pro Einwohner lastende Nettoschuld.
Zur Ermittlung der Nettoschuld pro Einwohner wird die Nettoschuld (Fremdkapital abzüglich Finanzvermögen) durch die Einwohnerzahl (mittlere Wohnbevölkerung per Ende Jahr) dividiert.
Die Nettoschuld pro Einwohner sollte den doppelten Wert des kantonalen Mittelwertes nicht übersteigen.
(Minus-Vorzeichen = Netto-Guthaben)
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